Schön, dass du hier bist. Setz dich, ich hol uns gedanklich einen Kaffee. Denn heute reden wir über etwas, vor dem sich fast alle Selbstständigen ein bisschen fürchten: das erste eigene digitale Produkt. Meistens klingt das nach grossem Kurs, nach Kamera, nach Wochen Arbeit. Und genau deshalb bleibt es liegen.
Ich sage dir gleich: Es muss nicht gross sein. Die besten digitalen Produkte lösen ein einziges, klar umrissenes Problem. Und das Wissen dafür hast du längst im Kopf. Was fehlt, ist nicht die Idee. Was fehlt, ist meist nur jemand, der dir beim Ordnen und Formulieren hilft. Genau diese Fleissarbeit nimmt dir künstliche Intelligenz ab.
Hier sind sieben Ideen, die du wirklich zeitnah umsetzen kannst. Von ganz klein bis etwas grösser. Such dir eine aus, bei der du sofort nickst.
Ein digitales Produkt ist kein Denkmal. Es ist eine Abkürzung, die du jemandem schenkst, weil du den Weg schon kennst. Olga Reyes-Busch
1. Die Checkliste
Das kleinste, ehrlichste Produkt überhaupt. Eine Checkliste sagt jemandem der Reihe nach, was zu tun ist, damit etwas gelingt. Vorbereitung auf ein Erstgespräch, Onboarding einer neuen Kundin, alles, was du im Schlaf abarbeitest, für andere aber ein Rätsel ist.
Du diktierst der künstlichen Intelligenz einfach, was du der Reihe nach machst. Sie bringt es in eine klare Form, Punkt für Punkt, ohne Dopplungen. Du kürzt, bis nur das Wesentliche steht. Als 0-€-Freebie ist die Checkliste ausserdem ein Test: Zieht das Thema, hast du deinen Beweis, bevor du Grösseres baust.
2. Die Vorlage
Eine Vorlage nimmt jemandem das leere Blatt weg. Ein E-Mail-Text, ein Angebotsgerüst, eine Struktur für den ersten Blogartikel, ein Wochenplan. Menschen zahlen gern dafür, nicht bei null anfangen zu müssen.
Das Schöne: Du hast solche Vorlagen meistens schon, nur unsichtbar in deinem Kopf oder verstreut in alten Dokumenten. Künstliche Intelligenz hilft dir, sie herauszuziehen, zu vereinheitlichen und mit kurzen Ausfüllhinweisen zu versehen. Wenn du mehr dazu willst, wie aus vorhandenem Material ein Produkt wird, schau in den Beitrag digitale Produkte erstellen aus einem Blogartikel. Dort zeige ich den Weg vom Text zum Angebot Schritt für Schritt.
3. Der Mini-Kurs
Jetzt eine Stufe grösser, aber immer noch machbar. Ein Mini-Kurs ist kein Mammut-Programm. Drei bis fünf kurze Lektionen, die eine Sache richtig gut erklären. Kein Hochglanz-Studio nötig, oft reicht geschriebener Text mit ein paar Bildern.
Künstliche Intelligenz hilft dir hier beim Gliedern: Was kommt zuerst, was baut worauf auf, wo hakt es beim Lernen erfahrungsgemäss. Du gibst den Inhalt, sie sorgt für den roten Faden. So wird aus deinem Wissen ein Weg, den jemand von A nach B gehen kann.
4. Der Guide oder das kurze E-Book
Ein Guide ist die ausführliche Antwort auf eine grosse Frage deiner Zielgruppe. Zwanzig, dreissig Seiten, die ein Thema wirklich durchdringen. Das klingt nach viel, ist aber überraschend schnell gebaut, wenn du deine Beiträge und Notizen als Rohmaterial nimmst.
Genau dafür ist künstliche Intelligenz gemacht. Du wirfst ihr deine losen Gedanken, alten Postings und Antworten aus Kundengesprächen hin, sie ordnet das zu Kapiteln. Du prüfst, ergänzt deine Erfahrung, streichst das Aufgeblasene. Wichtig bleibt: Es muss nach dir klingen, nicht nach Maschine. Wie du dafür sorgst, dass deine Stimme führt, habe ich im Beitrag Content erstellen mit künstlicher Intelligenz und dabei Zeit sparen beschrieben.
5. Die Prompt-Sammlung
Ein Produkt, das es vor Kurzem noch gar nicht gab. Wenn du gut mit ChatGPT, Claude, Perplexity oder der KI-Antwort bei Google arbeitest, sind deine erprobten Anweisungen bares Wissen wert. Andere tippen sich die Finger wund, du hast die Formulierungen längst.
Eine Prompt-Sammlung bündelt genau das: fertige Textbausteine für eine bestimmte Aufgabe, mit kurzer Erklärung, wann man welchen nimmt. Die künstliche Intelligenz hilft dir sogar dabei, deine eigenen Prompts zu schärfen und verständlich zu kommentieren. Ein sehr direktes Produkt, weil der Nutzen sofort sichtbar ist.
6. Das Workbook
Ein Workbook ist ein Guide, der nicht nur erklärt, sondern zum Mitmachen auffordert. Fragen, Felder zum Ausfüllen, kleine Übungen. Coaches, Trainer und Beraterinnen lieben dieses Format, weil es das eigene Vorgehen greifbar macht und die Kundin ins Tun bringt.
Auch hier ist die Arbeit gut aufteilbar. Du bringst die Übungen und den Ablauf, künstliche Intelligenz formuliert Fragen aus, schlägt Reihenfolgen vor und sorgt für ein einheitliches Layout im Text. Du gibst das Herz, die Maschine die saubere Verpackung.
7. Das Mini-Audit oder der Selbsttest
Zum Schluss ein Format, das Menschen magisch anzieht: der ehrliche Blick auf den eigenen Ist-Zustand. Ein kurzer Fragebogen mit Auswertung, ein Punkte-System, ein Ampel-Check. Am Ende weiss die Leserin, wo sie steht und was der nächste Schritt ist.
Solche Selbsttests wirken aufwendig, sind es aber nicht. Du legst die Fragen und die Bedeutung der Antworten fest, künstliche Intelligenz hilft beim Formulieren und beim Ausformulieren der Auswertungstexte. Als Freebie ist ein Mini-Audit besonders stark, weil es genau die Menschen anzieht, die danach dein grösseres Angebot brauchen könnten.
Und jetzt: nicht alles auf einmal
Ich kenne dich nicht persönlich, aber ich kenne den Reflex. Sieben Ideen, und schon will man alle sieben gleichzeitig. Tu das bitte nicht. Nimm eine. Am besten die kleinste, die dir sofort einleuchtet, meist die Checkliste oder die Vorlage.
Bau sie als Freebie, gib sie gegen die E-Mail-Adresse heraus und schau, ob das Thema zieht. Wenn du beim Aufsetzen deines Freebies eine Anleitung willst, nimm den Beitrag Freebie erstellen in fünf Schritten dazu. Erst wenn das kleine Produkt Anklang findet, lohnt sich der Mini-Kurs oder der Guide daraus. So arbeitest du dich vom Leichten zum Grösseren vor, statt dich an der grossen Idee zu verheben.
Und ganz wichtig, weil um digitale Produkte viele laute Versprechen kursieren: Ich sage dir nicht, dass du damit reich wirst. Ich sage dir, dass du dein Wissen einmal ordentlich verpackst und es danach für dich arbeitet, während du an anderem sitzt. Das ist kein Zaubertrick, das ist ein Zeit-Hebel. Und den kannst du dir heute noch bauen.
So findest du deine erste Idee
- Lies die sieben Ideen noch einmal durch und markier die, bei der du sofort nickst.
- Schreib der künstlichen Intelligenz auf, was du zu diesem Thema im Kopf hast.
- Lass sie daraus eine erste Gliederung oder Vorlage bauen und kürz, bis nur das Wesentliche steht.
- Bring das Produkt als Freebie raus und schau, ob das Thema wirklich zieht.
Fang klein an. Nimm das Werkzeug, das du schon hast, ob ChatGPT oder Claude, und lass es die Fleissarbeit machen. Deine Erfahrung führt, die Maschine tippt mit. Mehr braucht es für den Anfang wirklich nicht.
Tausch dich mit anderen aus, die Claude für ihr Business nutzen.
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